Home > Veranstaltung > Überlebenskampf. Kriegstagebuch aus Nahost. Drei Jahre nach dem 7. Oktober und vier Wochen nach der Parlamentswahl: Wohin steuert Israel?
26 November, 2026
18:00
Chinesischer Pavillon Dresden, Bautzner Landstraße 17 A, 01324 Dresden

Browse map


[contact-form-7 id="765" title=""]

Arye Sharuz Shalicar über Israels Überlebenskampf, politische Zerreißproben und die Zukunft des Landes

Drei Jahre nach dem Hamas-Massaker ist Israel ein anderes Land. Der Krieg und die anhaltende existenzielle Bedrohung haben die Gesellschaft geprägt und werfen schwierige Fragen auf: Was passiert mit einer Demokratie, wenn Sicherheit zu einer Frage des Überlebens wird? Was bedeutet es für Freiheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn die Gräben immer tiefer werden und das Vertrauen in die Politik schwindet?

Arye Sharuz Shalicar kennt den Überlebenskampf Israels aus eigener Erfahrung: In Deutschland als Sohn persisch-jüdischer Eltern aufgewachsen und früh mit Antisemitismus konfrontiert, zog er 2001 nach Israel, diente in der Armee und wurde später der deutsche Sprecher der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte. In seinem Buch „Überlebenskampf. Kriegstagebuch aus Nahost“ erzählt Shalicar von einem Israel im Ausnahmezustand zwischen Trauma, Selbstbehauptung und politischer Zerreißprobe.

Im Podium spricht er über die Folgen des 7. Oktober, den Ausgang der israelischen Parlamentswahl, den Krieg in Gaza und die Zukunft Israels. Dabei geht es auch um die Frage, wie viel Kritik Israel aushalten muss und wann Kritik in Antisemitismus umschlägt. Denn auch Deutschland steht vor einem Spagat: Die Sicherheit Israels gehört zur deutschen Staatsräson. Gleichzeitig nimmt der Antisemitismus auf Straßen, an Hochschulen und im politischen Diskurs erschreckende Ausmaße an. Wie kann eine offene Debatte über Israel möglich bleiben, ohne jüdisches Leben in Deutschland und Israels Existenzrecht zur Disposition zu stellen?

Ein persönlicher Abend über ein Land im Ausnahmezustand, eine Gesellschaft nach einer richtungsweisenden Wahl und die Frage, wie Israel nach dem 7. Oktober 2023 und den Parlamentswahlen am 27. Oktober 2026 seinen Weg weitergehen kann.

Moderation: Jan Feddersen (Autor, Moderator für die taz und andere)

Eine Kooperation der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Dresden.

 

Hier können Sie sich verbindlich für die Veranstaltung anmelden